Entwicklung der digitalen Startup-Szene 2018-04-24T10:10:15+00:00

Kooperation und Unternehmen

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Entwicklung der digitalen Startup-Szene

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Neue Unternehmen sind eine der zentralen Triebfedern des wirtschaftlichen Fortschritts und von Modernisierungsprozessen. Sie sind Wegbereiter des digitalen Wandels und umgekehrt treibt die Digitalisierung das Entstehen innovativer Startups voran.

Sie nutzen die digitalen Technologien und entwickeln neue, hochskalierbare und oft softwarebasierte Geschäftsideen und kurbeln wiederum Innovationen an. Startups profitieren dabei besonders von den mit der Digitalisierung einhergehenden gesunkenen Markteintrittsbarrieren und rascher Internationalisierung. Sie arbeiten lösungsorientiert und agil, was zu kurzen Innovationszyklen und erhöhter Wettbewerbsfähigkeit führt. Innovative Startups gewinnen auch als Open Innovation-Partner für etablierte Unternehmen immer mehr an Bedeutung.

Um Startups als Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungsmotoren zu fördern, ist ein auf die Bedürfnisse von Startups zugeschnittenes innovationsfreundliches Umfeld notwendig. Darauf wird in unterschiedlichen Bereichen mit Programmen, Kampagnen und Formaten reagiert. Förderprogramme der Fördergesellschaft aws erleichtern Gründung und Wachstum von iStartups. Mit dem Programm JumpStart sollen Inkubator/Akzelerator-Strukturen in den Bundesländern initiiert werden. Des Weiteren wer-den Startups mit den aws/FFG-Programmen wie ‚Gründung am Land‘, ‚Markt.Start‘ und dem ‚Global Incubator Network (GIN)‘ adressiert. Gleichzeitig gewinnen alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding, -sourcing, -investing, Business Angels, Venture Capital etc. immer mehr an Bedeutung. Neue Event-Formate wie Pitching-Wettbewerbe und Festivals oder TV-Shows generieren zusätzliche Aufmerksamkeit und neuartige Settings wie Coworkings oder Maker Spaces verorten und vernetzen Startups und Freelancer.

Die Programme und Förderungen auf Bundesebene ergänzen die regionalen Aktivitäten auf optimale Weise und sind eine wertvolle Unterstützung der Maßnahmen für Vorarlberger Startups, die es bestmöglich zu erschließen gilt. Ziel dieses Arbeitsbereiches ist die Unterstützung und positive Entwicklung der Startup-Kultur am Standort Vorarlberg. Die Schaffung und Sichtbarmachung einer Startup-Szene wirkt auch über die spezifischen Zielgruppen hinaus in die Öffentlichkeit. Der Unternehmergeist des Einzelnen wird gestärkt und die Motivation, innovative Ideen zu verwirklichen, auf einer breiteren Basis gefördert. Durch die verbesserte Gründungsbetreuung sollen sich die innovativen Gründungsvorhaben im Land erhöhen.

Plattform für digitale Initiativen, Hackathon 2016, © Nina Bröll

Gründungsstimulierung, Bewusstseinsbildung und Vernetzung

Awareness
Durch aktive Sensibilisierung relevanter Zielgruppen und durch bewusstseinsbildende Maßnahmen sollen Hemmschwellen abgebaut, Neugierde geweckt und Erfolgsmodelle (Best-Practices digitaler Geschäftsideen) kommuniziert werden. Eine positive Grundstimmung und der Stellenwert des Unternehmertums, v. a. von technologieintensiven Gründungen, sollen in der Gesellschaft verbessert werden und ein leistungsfreundliches Klima geschaffen werden. Das trägt auch dazu bei, Vorarlberg als attraktiven, vitalen Gründungsstandort zu positionieren. Dafür werden zielgruppengerechte Kommunikationsaktivitäten gefördert.

Gezielte Stimulierung und Vernetzung
Gemeinsame Aktivitäten und Events fördern zudem die Vernetzung von Gründungsinteressierten, Startups, Investoren sowie Industrie und regen neue Kooperationen an. Das soll zur Erhöhung technologie- und wissensorientierter Gründungen beitragen. Dafür sollen relevante Event-Formate (z. B. Ideen- bzw. Businessplan Wettbewerbe, Hackathons, Thought Provoking Events, Startup-Summits) unterstützt werden.

Forcierung der überregionalen Kooperation
Auch überregionale Kooperationen sollen forciert und koordiniert, gemeinsame Formate entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht und dadurch Synergien, Ressourcen und Zugänge (z. B. zu Finanzierungen, Qualifizierungen) bestmöglich genutzt werden. Startups sollen somit Plattformen zur besseren überregionalen Vernetzung und Austausch zur Verfügung stehen und sich an andere überregionale Ökosysteme (Benchmark-Hotspots wie München, Zürich etc.) andocken können. Zur Vernetzung, Stimulierung und Sichtbarmachung und zur Erreichung der Ziele im Startup-Bereich wird beispielsweise die Organisation eines überregionalen Events mit Strahlkraft in der Bodenseeregion und darüber hinaus unterstützt, das einmal jährlich in Vorarlberg stattfindet.

Forcierung der Aus- und Weiterbildung und Entrepreneurship-Kompetenzen

Entrepreneurship forcieren
Der Unternehmergeist soll bereits frühzeitig geweckt und unternehmerisches Denken im gesamten Bildungsweg vermittelt werden. Jugendliche sollen frühzeitig für Unternehmertum begeistert werden und damit praxisorientiert in der Schule als auch im Rahmen der Lehre in Kontakt kommen. Neben der Vermittlung von Basisinformationen sollen spezifische Entrepreneurship-Themen z. B. durch Seminare, Schüler-Ideen-Wettbewerbe oder auch Code-Academies gefördert werden. Das Unternehmertum soll als Beschäftigungsmöglichkeit aufgezeigt, Teambildung gestärkt und Kontakte zu Unternehmen verbessert werden. Ein Bewusstsein von Chancen und Risiken von Startups soll dabei entwickelt, aber auch eine Kultur des Scheiterns und Neustarts (try, error and try again) thematisiert werden.

Wissensvermittlung und Stärkung von Entrepreneurship in der Weiterbildung
Unternehmerisches Denken und Handeln soll an Weiterbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI) und Hochschulen (z. B. FH Vorarlberg) vertiefend verankert werden, beispielsweise direkt im Rahmen von Lehrveranstaltungen oder durch zusätzliche (inter-disziplinäre) Aus- und Weiterbildungsangebote für geplante Unternehmensgründungen.

Betreuungs- und Inkubationsservices

Etablierung eines Startup-Hubs
Im Rahmen der Leitinitiative Digitalisierung erfolgt eine möglichst lückenlose und transparente Darstellung von Leistungen für Startups (Leistungslandkarte) sowie der Startup-Szene in Vorarlberg und beinhaltet relevante Daten über Startups, Gründun-gen, Förderstellen, Kapitalgeber, Mentoren, Dienstleister etc. Dafür steht die Miteinbeziehung sämtlicher notwendiger Akteure im Mittelpunkt. Durch den gemeinsamen Auftritt und die Aktivitäten soll eine über die Grenzen hinausgehende sichtbare lebendige Startup-Szene bzw. Community entstehen.

Weiterentwicklung des Leistungsangebotes
Gründungsinteressierte und Startups erhalten im Unternehmensgründungsprozess bedarfsgerechte Unterstützungsservices und individuelle Inkubationsleistungen. Das reicht von Coachings und qualifiziertem Feedback bei der Entwicklung und Verfeinerung von Projekt- und Geschäftsideen, der Gewährung von Gründerdarlehen, der Förder-, Finanzierungs- und Schutzrechtsberatung, der Schaffung von Netzwerkzugängen (zu Kunden, Lieferanten, Technologieanbietern und Labs), der Bereitstellung von Expertise, die Begleitung durch aktives Mentoring, die Schaffung von Infrastrukturzugängen sowie spezifische Qualifizierungen (Schulungen, Trainings). Die Leistungen werden durch optimale Koordination der relevanten Akteure im Startup-Milieu erbracht. Ergänzende Leistungsangebote sollen dort entwickelt und zur Verfügung gestellt werden, wo Lücken bestehen. Verstärkt soll z. B. die Kooperation von jungen und etablierten Unternehmen zur Erschließung sektorübergreifender Chancen und zum Mentoring unterstützt werden.

Verbesserter Zugang zu Infrastrukturleistungen
Im Rahmen der Entwicklung und Konzeption neuartiger Settings und Coworkings sollen dezidierte Räumlichkeiten für Startups mitberücksichtigt werden. So soll auch im zu-künftigen Innovationshub in der Postgarage ein eigener Startup-Space für junge Grün-derinnen und Gründer eingerichtet werden und gezielt zur Verfügung stehen.

Leitprojekte

Startupland Vorarlberg

startupstube